Dag Piper im Gespräch „Wir liefern den Unterbau für zukünftiges Wachstum“

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Fabienne Hübener

Vor acht Monaten hat isi Dag Piper ins Team geholt. Und damit den Turbo für weiteres Wachstum gezündet. Dag Piper, erfahrener Manager und Stratege, der zuvor bei L’Oréal, Symrise, Mars und Kraft Heinz gearbeitet hat, ist bekannt dafür, ehrgeizige Ziele zu setzen und zu erreichen. Seine Methoden: Raum schaffen für zukunftsweisende Ideen, neue Strukturen aufbauen und die Kraft eines Teams nutzen, um Ziele schnell zu erreichen. Warum er von Konzernen mit über 100.000 Mitarbeitenden zu einem Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitenden gewechselt ist, erklärt er im Interview.

Blick in die Zukunft. Dag Piper, hier mit seinem GET-Team

Du warst in Führungspositionen bei L’Oréal, Symrise, Mars und Kraft Heinz. Nun der Wechsel zu einer Agentur. Was war der Grund?

Ich gestalte gern, bringe Unternehmen gerne zum Wachsen. isi ist auf dem Sprung zu einem größeren, internationalen und außergewöhnlichen Unternehmen. Die Chance, dabei zu sein, wollte ich mir nicht entgehen lassen.

isi und seine Managing Directors Robert und Achim sind keine Unbekannten für dich. Du hast vor 28 Jahren drei Jahre lang bei isi gearbeitet. Schließt sich damit ein Kreis für dich?

Ja, isi war mein Sprungbrett, schon als Student habe ich dort gearbeitet. Dort habe ich meine Leidenschaft für sensorische Forschung und meine Lust auf Führungsaufgaben entdeckt. Es war und ist ein Unternehmen, das seinen Mitarbeitenden viel Gestaltungsspielraum gibt. Jetzt will ich etwas von meinen Erfahrungen aus der Konzernwelt an isi zurückgeben.

Du bist seit acht Monaten bei isi. Was ist bisher passiert und was sind deine Pläne?

In Kürze: Zunächst Strukturen schaffen, die Wachstum ermöglichen. Mein offizieller Titel bei isi ist: „Head of Growth and Change Design“. Kein Unternehmen wächst von allein. Man braucht Menschen im Unternehmen, die sich über die Ziele Gedanken machen und die die neuen Aufgaben umsetzen. Vor allem braucht man den Mut, um eingetretene Pfade zu verlassen. Bei Neuausrichtungen ist es wichtig, dass alle gehört werden und mit ins Boot kommen. Daher war eine meiner ersten Tätigkeiten, jeden und jede aus dem isi-Team anzurufen und mit Ihnen zu sprechen. Was ist deine Rolle bei isi? Bist du zufrieden? Was könnte man besser machen? Was treibt dich morgens aus dem Bett? So konnte ich erfahren, wo isi steht und welche Wünsche und Erwartungen die Mitarbeitenden haben.

Jetzt hast du ein Team von vier Leuten aufgestellt, die sich um Innovation, Trends, PR und Internationalisierung kümmern. Wie packt ihr die Dinge an?

Wir nennen uns das GET-Team, für Growth Enablement Team und wir liefern den Unterbau für zukünftiges Wachstum. Wir sind sozusagen der Strom im E-Auto. isi ist bekannt dafür, hervorragende Methoden zur sensorischen Konsumentenforschung anzubieten. Das schätzen und erwarten die Kunden. Doch wir bieten nicht nur Methoden an, wir bieten Lösungen für Probleme an. Etwa bei der Entwicklung neuer Produktideen. Ein Beispiel von heute Morgen: Ein Hersteller ruft an, er möchte einen Insekten-Snack auf den Markt bringen und erklärt: Ihr habt doch die passenden Insights, kennt euch aus mit aktuellen Trends und Innovationen, habt die Kontakte zum Protein-Valley in Wageningen. Könnt ihr uns helfen, dass der Snack ein Erfolg wird?“ Genau auf solche Anfragen freuen wir uns. Bisher war zu wenig bekannt, dass wir mehr anbieten als Methoden. Das GET-Team sorgt dafür, dass unsere Expertise im Bereich Insights und Beratung noch bekannter wird und kümmert sich darum, dass die Strukturen dafür bei isi ausgebaut werden.

Das GET-Team bei der Arbeit

Was bedeutet das konkret?

Das Account-Management wird neu aufgestellt. Die Kommunikation internationaler und strategischer. Als GET-Team holen wir uns von außen Expertise hinzu, erarbeiten in Workshops, wie wir weiter vorgehen. Wir schulen unsere Mitarbeitenden im Storytelling, damit die Kunden leichter verstehen, was wir anzubieten haben und wie sie von uns profitieren können. Da ist sehr viel Kreativität gefragt. Dann stellen wir uns noch aktiver auf internationalen, auch außereuropäischen Märkten auf, aktuell beispielsweise Südamerika, und werden zudem immer präsenter im Bereich Non-Food. Ein weiterer Schwerpunkt für uns sind Start-Ups. Wir haben kostengünstige, schnelle und agile Tools, damit junge Unternehmen ihre Produkte erfolgreich auf den Markt bringen können.

Wie kommt ihr aktuell an die neuen Kontakte?

Wir verfolgen eine hybride Kommunikationsstrategie. Das heißt, wir werden sowohl online als auch offline immer sichtbarer. Unsere Beiträge findet man den sozialen Medien, Konferenzen und in Zeitschriften. Aber natürlich bringe ich auch aus meinem großen und internationalen Netzwerk neue Kontakte mit ein. Das startet oft mit einem Anruf und einer Frage: „Du Dag, ich brauch mal deine Hilfe. Hast du Zeit?“

Und: Hast du Zeit?

Ja. Das ist das Gute: Während ich in einem großen Konzern von einem Termin zum nächsten musste, habe ich bei isi den Freiraum, neue Ideen ohne Umwege auf den Weg zu bringen. So begleiten wir beispielsweise gerade ein Start-Up, die Sugar Daddies, die innovative Süßwaren wie etwa Keksteig zum Naschen und Mochi-Eis auf den Markt bringen. Unsere Idee ist, die Start-Ups auch dann noch weiter zu unterstützen, wenn sie groß geworden sind.

Für die Wachstumspläne benötigt isi neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Was erwartet sie bei isi?

isi hat tatsächlich in der letzten Zeit viele neue Mitarbeitende eingestellt. Manche arbeiten remote etwa in Holland oder Kolumbien. Uns ist es zudem wichtig, dass die Mitarbeitenden mit dem Unternehmen wachsen können und die Chance haben, in die Führungsebene zu wechseln. Wir geben jungen Talenten die Chance, persönlich zu wachsen und erarbeiten dafür mit ihnen einen konkreten Entwicklungsplan. Manch große Konzerne holen sich die Führungskräfte nur von außen und vermitteln so den Mitarbeitenden, dass es für sie keine Aufstiegsmöglichkeit gibt. Wir sagen jedem, der bei isi arbeitet: Zeig uns deine Talente und wir zeigen dir, wie du wachsen kannst.

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Eine letzte Frage: Was machst du, wenn du dich nicht gerade mit Marketing, Innovation und Konsumentenforschung beschäftigst?

Ich setze mich tatsächlich auch in meiner Freizeit mit diesen Themen auseinander. Ich spüre neue Trends auf und diskutiere und kommuniziere darüber, beispielsweise im Podcast „So geht Zukunft“ oder im Fachmagazin planung und analyse. Aber ich bin ein Familienmensch und verbringe meine Zeit am liebsten mit meiner Familie. Die hat seit meinem Wechsel zu isi nun mehr Zeit mit mir. Ich hoffe, die finden das auch so gut wie ich (lacht). Richtig entspannen kann ich, wenn wir gemeinsam mit dem VW-Camper aufbrechen und neue Gegenden erkunden.

 

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